Zur Bahnstrecke Warmensteinach - Weidenberg

An der Gemeinde liegt es sicher nicht, dass noch keine Aktivitäten bei der Wiederinbetriebnahme der Bahnstrecke Weidenberg - Warmensteinach erkennbar sind. Wir bedauern dies. Nach der Aufnahme des Zugverkehrs Bayreuth - Weidenberg muss die Strecke bis Warmensteinach fortgeführt werden. Mittel- bis Langfristig muss über diese Bahnlinie eine Anbindung von Warmensteinach mit einem Massenverkehrsmittel an die Region Nürnberg erfolgen. Selbstverständlich wird die Bahn nicht den Individualverkehr ersetzen können, auch künftig sind die Bürger unserer Gemeinde auf ihr Auto angewiesen, aber für die angestrebte Belebung des Tourismus ist die Bahnstrecke wichtig. Damit sind die Überlegungen zu einem bequemen Fahrradweg nach Weidenberg mit Anschluss an das dortige Fahrradwegenetz nach Bayreuth nicht gestorben.  Wir wissen, dass dieses Thema in der Gemeinde nicht einheitlich gesehen wird. Die Warmensteinacher haben schon eine bewundernswerte Einstellung: Wenn an Ausgaben der öffentlichen Hand gespart werden muss, dann soll der Anfang damit in Warmensteinach gemacht werden. Milliarden sollen für den Transrapid vom Hauptbahnhof München zum Flughafen ausgegeben werden - aber die Kosten, die für die Ertüchtigung der Bahnstrecke Weidenberg bis Warmensteinach anfallen würden, die wollen wir einsparen. Obwohl dies für die Tourismusgemeinde Warmensteinach und damit auch für die ganze Region nur von Vorteil wäre. Dass wir Probleme mit der DRE haben, hat doch nichts mit dem Grundproblem zu tun. Um Warmensteinach weiter zu bringen, ist B.W. bereit, auch mit dem Leibhaftigen zu verhandeln.

(Dr. Peter Fülle, 13.01.2008)

 

Die gemeindlichen Feuerwehren  - Leistung hat ihren Preis

 

Ein Tanklöschfahrzeug kostet eine Menge Geld, so um die 200.000 -300.000,-- Euro. Neben weiteren, erforderlichen Fahrzeugen benötigen die Wehren eine hochwertige Ausrüstung, zum Beispiel Pressluft-Atemgeräte, um ihren Auftrag erfüllen zu können. Bei einem Brandeinsatz begeben sich die Frauen und Männer der Feuerwehren in ummittelbare Gefahr für Leib und auch Leben. Seine Leute ins Feuer zu schicken, kann der Kommandant nur dann verantworten, wenn er weiß, dass diese über die erforderliche, persönliche Schutzausrüstung verfügen. Diese Verantwortung hat aber nicht nur der Kommandant, sondern auch die Gemeinde, für die die Wehren bereitstehen. Die Mittel für diese Ausrüstung müssen die Bürger aufbringen. Sicher, es gibt Zuschüsse vom Staat, letztlich aber sind die Errichtung eines Gerätehauses, die Beschaffung und der Unterhalt der technischen Ausstattung sowie die Übernahme der Kosten für die erforderliche Ausbildung und die vorgeschriebenen arbeitsmedizinischen Untersuchungen der Feuerwehrleute eine Pflichtaufgabe der Gemeinde. Früher zahlte jeder Erwachsene Bürger eine Feuerschutzabgabe, sofern er nicht selber aktives Mitglied einer Feuerwehr war.  Diese Feuerschutzabgabe ist weggefallen, die Kosten sind aber geblieben und die staatlichen Zuschüsse wurden knapper.

 

Daher ist es erforderlich, dass die Gemeinden für die Inanspruchnahme von Leistungen der Feuerwehren Gebühren verlangen, um einen Kosten- und Aufwandersatz zu erhalten. Aus anderen Einnahmen können die Kosten nämlich schon lange nicht mehr abgedeckt werden. Das nach den entsprechenden Satzungen eingenommene Geld langt natürlich nicht aus, um alle Kosten auszugleichen, aber es hilft.

 

Den Feuerwehren sind übrigens gar nicht immer so begeistert darüber, dass die Gemeinde für ihre Leistungen bei den Bürgern Geld einkassiert. Zumindest aber wollen die Wehren sichergestellt wissen, dass die durch ihre Arbeit eingenommenen Gelder auch für Aufgaben des vorbeugenden Brandschutzes und  Investitionen in andere, technische Ausstattung verwendet werden.

 

Die Feuerwehren leisten dabei viel für den Erhalt des ihnen zur Verfügung gestellten Geräts, viel mehr, als mancher Bürger sich vorstellen mag. Sonst würden Fahrzeuge und anderes technisches Gerät auch nicht zwanzig und mehr Jahre funktionstüchtig bleiben. Die Feuerwehrleute tragen Jahr und Tag den Funkwecker mit sich herum, um im Notfall rasch und kompetent Hilfe zu leisten, ohne Honorar und Bereitschaftsdienstvergütung. Und wenn ein Haus in Flammen steht, gehen die Kräfte des "Schweren Atemschutz" ins Feuer hinein, wobei sie trotz aller Technik Kopf und Kragen riskieren. Natürlich auch wieder ohne Bezahlung. Die Frauen und Männer der Feuerwehren wollen nicht, dass ihnen die Bürger aus Dankbarkeit dafür täglich die Füße küssen, sie erwarten aber von der Gemeinde und ihren Bürgern das Verständnis dafür, dass eine zweckmäßige und ausreichende Ausstattung der Wehren nicht der Befriedigung des Spieltriebes der Floriansjünger, sondern dem Schutz der Gemeinde dient. Dies zu sichern ist der Hintergrund der Feuerwehr-Gebührensatzung.

(Fülle, Feuerwehrbeauftragter, 17.08.2003)